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  Die Entstehung des Anbaus  
     
 

Trotz ihrer australischen Heimat wurde der Wert für kommerziellen Anbau auf Hawaii entdeckt. 1881 wurden die ersten Macadamia-Samen nach Hawaii gebracht, zehn Jahre später führte die Landwirtschaftsbehörde Hawaiis gezielt Macadamia-Samen ein. Ursprünglich sollten die Bäume als Windschutz für die Zucherrohrplantagen dienen. Die überaus schmackhaften und dazu noch gesunden Früchte veranlassten die Hawaiianer 1922, erste größere Macadamia-Plantagen zu pflanzen. Begünstigt durch eine Steuerbefreiung für reine Macadamia-Plantagen wurden in den frühen dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts bereits kommerziell relevante Mengen produziert, 1938 waren 1.000 Hektar Land auf Hawaii mit Macadamia-Bäumen bepflanzt.
 
Die Sorten, mit denen auf Hawaii die Plantagen bepflanzt wurden, stammen ausschließlich von Macadamia integrifolia ab.
 
Die Australier entdeckten den kommerziellen Wert ihrer "bush-nut" erst Mitte der sechziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts. Zwar bepflanzte der innovative Farmer Charlie Staff zwischen 1878 und 1888 eine 1,2 Hektar große Fläche mit Macadamia-Sämlingen, blieb aber mit einer handvoll weiteren Macadamia-Farmern relativ unbedeutend. In Dunoon, der selbsternannten "Macadamia-Hauptstadt der Welt", wurden erstmals veredelte Macadamia-Bäume gepflanzt. Kurioserweise stammten die Edelreiser alle aus hawaiianischen Züchtungen. Inzwischen sind über 5.000 Hektar mit Macadamia-Bäumen bepflanzt. 90 Prozent der australischen Macadamia-Produktion findet man heute im Ursprungsgebiet der Nuss, dem küstennahen Grenzgebiet zwischen NSW und Qld.