Erfolgreicher kommerzieller Anbau von Macadamias ist elementar vom Plantagendesign abhängig:
- Temperatur ist der entscheidende Faktor, der den Anbau von Macadamia in gemäßigten Klimaten wie hier in Deutschland unmöglich macht. Macadamia-Bäume gedeihen am besten bei relativ konstanten Temperaturen um 23°C am Tage und 14°C bei Nacht. Erwachsene Bäume vertragen kurzzeitig Extreme von -6°C bis 38°C. Junge Macadamias können nur in absolut frostfreien Gebieten heranwachsen und müssen bei großer Hitze schattiert werden.
- Niederschlag sollte bei 2.000 mm pro Jahr liegen, möglichst gut verteilt im Jahresablauf. Ein Minimum von 1.000 mm bei gleichmäßiger Verteilung über das Jahr sollte nicht unterschritten werden.
- Wind ist besonders für junge Bäume eine große Gefahr. Aber auch erwachsene Macadamias müssen vor starken Winden geschützt werden, da das Holz dieser Bäume sehr spröde ist und leicht ganze Äste abbrechen. Windschutzpflanzungen sind für jede Plantage unbedingt zu empfehlen und müssen so angelegt sein, dass sie nicht in Konkurrenz zu den Macadamia-Bäumen stehen.
- Relief spielt lediglich für den kommerziellen Anbau eine Rolle, in natürlicher Umgebung wachsen Macadamias sowohl in Ebenen als auch an steilen Hängen. Beim erwerbsmäßigen Anbau müssen unter anderem Erntemaschinen zwischen den Bäumen entlang fahren können, um die Nüsse nach dem Reifen vom Boden aufzusammeln. An steilen Hängen kullern die murmelrunden Nüsse einfach weg, darüber hinaus können kommerzielle Erntemaschinen nur bis zu einer gewissen Steigung eingesetzt werden.
An den Boden stellt die Macadamia kaum Ansprüche. Erfolgreiches Wachstum ist in gut drainierte Böden im pH-Bereich 5 bis 6,5 möglich, besonders wenn ausreichend organisches Material vorhanden ist und der Wurzelbereich mit Mulch bedeckt wird. Staunässe sowie Wasser führende Tonschichten nahe der Oberfläche verträgt ein Macadamia-Baum überhaupt nicht.
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